Geschichte

In den Wahlperioden vor 1972 wählten die Bernrieder Bürger ihre Gemeinderäte fast immer aus einer Liste, einer sogenannten Einheitsliste; in einer reinen Persönlichkeitswahl waren diejenigen Kandidaten mit den meisten Stimmen gewählt.

Nachdem erstmals 1972 die politischen Parteien CSU und SPD Listen für die Kommunalwahl aufstellten, traten auch zwei Gruppierungen außerhalb der politischen Parteien mit eigenen Listen an:

  • die Überparteiliche Wählergruppe Bernried und
  • die Freie Wählergruppe Bernried.

Schon aus diesen Namen geht hervor, dass der Wirkungsbereich beider Wählergruppen sich ausschließlich auf Bernried konzentrierte. Diese beiden Gruppen erhielten 1972 insgesamt 5 von 12 Gemeinderäten und stellten zusätzlich den 1. Bürgermeister.

Vor der nächsten Kommunalwahl 1978 beschlossen die beiden Gruppen, ihre Programme aufeinander abzustimmen, sich zu einer Gruppierung mit dem Namen Überparteiliche Freie Wählergruppe (ÜFW) zusammenzuschließen und den Bürgern von Bernried eine vereinigte Kandidatenliste außerhalb der politischen Parteien zur Kommunalwahl zu präsentieren.
Von 1978 bis 2002 konnte die ÜFW ihren Stimmenanteil bei den Kommunalwahlen und den Anteil der Sitze im Gemeinderat stetig ausbauen:

Jahr Stimmenanteil Sitze Sitze in %
1978 36,0% 4/12 + Bürgermeister 33,3%
1984 36,9% 5/14 + Bürgermeister 35,7%
1990 39,0% 6/14 + Bürgermeister 42,9%
1996 44,9% 6/12 + Bürgermeister 50,0%
2002 45,5% 7/14 + Bürgermeister 50,0%
2008 6/14 + Bürgermeister 42,9%
2014 35,7% 6/14 + Bürgermeister 42,9%